Dreister Diebstahl: Österreicher klaut 154.000 Euro in Bitcoin mit Foto-Trick

Ein 45-jähriger Österreicher wurde in Kroatien verhaftet, nachdem er mit einem Komplizen einen 39-jährigen Kroaten um Bitcoins im Wert von 154.000 Euro betrogen haben soll. Sie lockten ihr Opfer mit dem Versprechen, Bitcoins besonders günstig kaufen zu können. Bei einem Treffen gelang es den Tätern, die geheimen Wiederherstellungswörter – die “Seed-Phrasen” – der digitalen Geldbörse des Opfers heimlich abzufotografieren. Mit diesen digitalen Schlüsseln räumten sie das gesamte Konto leer. Der Fall zeigt drastisch, wie wichtig es ist, diese geheimen Zugangsdaten niemals aus der Hand zu geben oder unbeaufsichtigt zu lassen.

Modus Operandi

Dr. Stephan Mauracher von crypto-schaden.at meint dazu:
Seed-Phrase-Diebstahl via Foto – hier liegt klassischer physischer Angriff vor, kein Remote-Hack. Die 24 Wörter sind der MASTER-KEY zur Wallet, einmal abfotografiert = Game Over. Die On-Chain-Analyse ist hier erfolgversprechend: Die 154.000 Euro wurden auf weitere Wallets verteilt (Layering), aber jede TXID ist nachverfolgbar. SOFORT blockchain-forensische Analyse beauftragen (Chainalysis, Elliptic, Crystal), um zu prüfen, ob die Gelder zu einer CEX (Centralized Exchange) wie Binance, Kraken oder Bitfinex geflossen sind – dann ist ein Freezing-Request via Interpol möglich. Parallele Strafanzeige in Österreich UND Kroatien (Rechtshilfeabkommen EU), alle Transaktions-Hashes dokumentieren. Der Täter wurde bereits verhaftet – hier geht es um Asset Recovery über beschlagnahmte Wallets oder VASP-Kooperation.”
Dr. Paul Rizzi von crypto-schaden.at meint dazu:

„Der geschilderte Sachverhalt weist auf Betrugsdelikte und möglicherweise Diebstahlsrelevanz hin, wobei die rechtliche Einordnung digitaler Vermögenswerte gesondert zu prüfen ist. Da der Vorfall in Kroatien stattfand und ein Österreicher beteiligt ist, sind grenzüberschreitende Rechtshilfemaßnahmen erforderlich. Die Verhaftung erfolgte bereits.”

Warnsignale

Was Betroffene tun sollten

Quelle: meinbezirk.at | Case-ID: 6