Arbeiterkammer warnt: so zocken Krypto-Betrüger ihre Opfer gleich zweimal ab!

Die Arbeiterkammer Oberösterreich schlägt Alarm wegen einer perfiden Betrugsmasche mit Kryptowährungen. Über Social-Media-Werbung werden Opfer auf professionell wirkende Handelsplattformen gelockt. Angebliche Finanzberater überreden sie am Telefon erst zu kleinen, dann zu immer größeren Investitionen – bis das Geld weg ist. Doch damit nicht genug: Monate später melden sich dieselben Betrüger erneut und bieten an, das verlorene Geld gegen eine Gebühr zurückzuholen. Ein doppelter Betrug, der auf die Verzweiflung der Opfer zielt. Seien Sie misstrauisch bei Angeboten, die zu gut klingen, um wahr zu sein, und prüfen Sie jede Plattform genau.

Modus Operandi

Dr. Stephan Mauracher von crypto-schaden.at meint dazu:

Der zweistufige Betrug zeigt arbeitsteilige Täterstrukturen – die Fake-Handelsplattform hat professionelles UI/UX-Design (oft Template-basiert von Scam-as-a-Service-Providern) und manipulierte Trading-Backends ohne echte Blockchain-Anbindung. Die Social-Media-Ads laufen über gestohlene Accounts oder Burner-Profile mit Geo-Targeting auf DACH-Regionen. Der Recovery-Scam (zweite Welle) nutzt dieselben CRM-Daten und zielt auf Sunk-Cost-Fallacy ab. Technisch kritisch: Die Täter haben bereits Bankverbindungen und Know Your Customer (KYC)-Daten der Opfer. Opfer müssen sofort neue IBAN anlegen, alte Nummern wechseln und bei der Finanzpolizei Cybercrime-Anzeige mit Screenshots der Werbung/Kommunikation einreichen.”

Dr. Paul Rizzi von crypto-schaden.at meint dazu:

„Nach der geschilderten Sachlage spricht vieles für Betrugsdelikte durch Vortäuschung einer seriösen Handelsplattform. Der nachgelagerte Recovery Scam stellt ein eigenständiges weiteres Betrugsdelikt dar. Geschädigte sollten beide Vorgänge zur Anzeige bringen und alle Kommunikationsdaten sichern.”

Warnsignale

Quelle: ooe.orf.at | Case-ID: 3