Schock-SMS von Krypto-Börse: Salzburger (33) um fünfstellige Summe betrogen

Ein 33-jähriger Salzburger wurde Opfer einer hinterhältigen Betrugsmasche. Er erhielt eine SMS, die ihn über eine angebliche Transaktion von seinem Krypto-Konto informierte. In Sorge kontaktierte er den Absender und landete bei einem falschen Support-Mitarbeiter. Dieser brachte ihn dazu, mehrere Verifizierungscodes preiszugeben. Mit diesen digitalen Schlüsseln in der Hand, konnten die Täter ungehindert auf das Konto des Mannes zugreifen und einen fünfstelligen Eurobetrag auf ihre eigenen Konten überweisen. Ein klassischer Fall, der zeigt: Geben Sie niemals Sicherheits- oder TAN-Codes an Dritte weiter!
Dr. Stephan Mauracher von crypto-schaden.at meint dazu:

„Klassisches SMS-Phishing (Smishing) kombiniert mit Social Engineering – die Täter simulierten eine Sicherheitsmeldung, um Vertrauen aufzubauen. Die Herausgabe der TAN-Codes war der kritische Fehler: TANs sind wie digitale Unterschriften, wer sie besitzt, kann Transaktionen autorisieren. Die Börse selbst wird niemals proaktiv TANs abfragen – echte Support-Teams haben Backend-Zugriff und brauchen keine Codes vom Kunden. Sofortmaßnahme: Krypto-Börse kontaktieren (Account-Freeze), Transaktions-Hashes dokumentieren, bei der Polizei Anzeige erstatten und die SMS-Absender-Nummer melden. Präventiv: 2FA nie via SMS, sondern via Authenticator-App (TOTP) oder Hardware-Key (U2F) – SMS ist abhörbar und fälschbar.”

Dr. Paul Rizzi von crypto-schaden.at meint dazu:

„Nach der geschilderten Sachlage spricht vieles für ein Betrugsdelikt, da durch Vortäuschung einer Sicherheitswarnung und falscher Support-Identität die Preisgabe von Verifizierungscodes erwirkt wurde. Geschädigte sollten unverzüglich Strafanzeige erstatten und ihre Börsen-Accounts sperren lassen sowie alle relevanten Transaktionen dokumentieren.”

Warnsignale

Was Betroffene tun sollten

Quelle: krone.at | Case-ID: 33