Krypto-Betrug: 1,4 Millionen weg – und dann kommen die “Helfer”

Ein Unternehmer aus Urfahr-Umgebung verlor an einem einzigen Tag 1,4 Millionen Euro an Anlagebetrüger, ein weiteres Opfer 200.000 Euro. Doch damit nicht genug: Die Polizei warnt vor der perfiden “Nachbetreuung”. Ist das Geld weg, melden sich die Täter oft erneut – diesmal als angebliche Retter, die das verlorene Vermögen zurückholen wollen. Fallen Sie nicht darauf herein! Das Geld ist weg, und jeder, der jetzt noch Gebühren verlangt, will Sie nur ein zweites Mal ausnehmen. Gerald Sakoparnig vom LKA Oberösterreich schlägt Alarm: Wöchentlich entstehen so bis zu 600.000 Euro Schaden allein in unserem Bundesland.

Modus Operandi

Dr. Stephan Mauracher von crypto-schaden.at meint dazu:
„Hier handelt es sich um einen doppelten Schlag – erst wird über Fake-Broker-Plattformen (typisch: manipuliertes Trading-Dashboard ohne echte Blockchain-Anbindung) das Kapital abgesaugt, dann folgt der Recovery Scam. Die „Anwälte” oder „Behörden” sind Teil desselben Netzwerks, oft mit gespooften Rufnummern und gefälschten Websites. Warnsignale: Unaufgeforderte „Hilfsangebote” nach Verlusten, Forderung von Vorauszahlungen für Rückholung, fehlende Impressen. Sofortmaßnahmen: Keinerlei Zahlung an „Recovery-Helfer”, Meldung an die FMA (unerlaubte Finanzdienstleistung), Wallet-Adressen dokumentieren, Kontakt zu AQ Forensics für Blockchain-Tracking.”
Dr. Paul Rizzi von crypto-schaden.at meint dazu:

„Nach der geschilderten Sachlage kommt ein schwerwiegender Betrugsverdacht in Betracht, da die Schadenshöhen erheblich über einer relevanten Wertgrenze liegen. Der nachgelagerte Recovery Scam stellt ein eigenständiges weiteres Betrugsdelikt dar. Die professionelle Aufmachung der Plattform und die koordinierte Nachbetreuung sprechen für arbeitsteiliges Vorgehen, was strafverschärfend berücksichtigt werden kann.”

Warnsignale

Was Betroffene tun sollten

Quelle: krone.at | Case-ID: 27