Zwei Betrugsfälle aus Kärnten, die sich im Zeitraum von Mitte 2024 bis Mitte 2025 ereigneten, dokumentieren die zunehmende Professionalisierung dieser Masche. Eine 68-jährige Frau aus dem Bezirk Klagenfurt-Land suchte aktiv nach Investitionsmöglichkeiten und wurde über eine Trading-Plattform in ein komplexes System aus Gebührenerpressungen und gefälschten Anwaltsdienstleistungen verwickelt – der Schaden summierte sich auf mehrere hunderttausend Euro. In einem parallelen Fall aus Wolfsberg wurde ein 54-jähriger Mann über ein Social-Media-Inserat auf eine ähnliche Plattform gelockt und verlor mehrere Zehntausend Euro. Beide Fälle zeigen das typische Muster: schrittweise Eskalation, professionell gestaltete Betreuung und psychologische Druckmittel. Die Kriminalpolizei Kärnten ermittelt.
Nach der geschilderten Sachlage kommt ein schwerwiegender Betrugsverdacht in Betracht, da in beiden Fällen durch Vortäuschung seriöser Handelsplattformen erhebliche Vermögensschäden entstanden sind. Der nachgelagerte Recovery Scam im ersten Fall stellt ein eigenständiges weiteres Betrugsdelikt dar. Die professionelle Orchestrierung über mehrere Plattformen und angebliche Anwaltsfirmen deutet auf organisierte Täterschaft hin. Geschädigte sollten unverzüglich Strafanzeige erstatten.











