Pongauer (53) mit Fernwartungs-Trick um 67.000 Euro betrogen

Ein 53-jähriger Mann aus dem Pongau verlor über 67.000 Euro an Online-Betrüger. Nachdem er sich auf einer dubiosen Investment-Website registriert hatte, wurde er von den Tätern telefonisch kontaktiert. Unter dem Vorwand, ihm bei der Auszahlung seiner vermeintlichen Gewinne zu helfen, überredeten sie ihn, eine Fernwartungssoftware auf seinem Computer zu installieren. Mit vollem Zugriff auf seinen PC brachten die Kriminellen den Mann dazu, 13 einzelne Überweisungen auf ausländische Konten zu tätigen. Das Geld ist weg. Die Polizei warnt eindringlich davor, Unbekannten Fernzugriff auf den eigenen Computer zu gewähren.

Modus Operandi

Dr. Stephan Mauracher von crypto-schaden.at meint dazu:
„Dieser Fall ist ein Lehrbuchbeispiel für Social Engineering kombiniert mit Fernwartungs-Missbrauch – eine der gefährlichsten Betrugsformen. Die Täter arbeiten systematisch: Die Fake-Plattform triggert Gier, die telefonische Betreuung baut Vertrauen auf, und die Fernwartungssoftware (vermutlich AnyDesk oder TeamViewer) verschafft vollen Zugriff auf Passwörter, TAN-Generatoren und Banking-Apps. Die 13 fragmentierten Überweisungen auf ausländische Konten sind typische Geldwäsche-Taktik, um Rückverfolgung zu erschweren und internationale Bankkooperationen nötig zu machen. Goldene Regel: Installieren Sie NIEMALS Fernwartungssoftware auf Aufforderung unbekannter Anrufer – kein seriöses Unternehmen fordert das. Sofortmaßnahme bei bestehendem Verdacht: Alle Passwörter ändern, Konten sperren lassen, und Anzeige bei der Polizei mit exakten Zeitstempeln der Überweisungen erstatten.”
Dr. Paul Rizzi von crypto-schaden.at meint dazu:

„Nach der geschilderten Sachlage kommt ein schwerwiegender Betrugsverdacht in Betracht, da durch Vortäuschung einer Investment-Hilfe und Installation von Fernwartungssoftware 13 Überweisungen mit einem Gesamtschaden von über 67.000 Euro herbeigeführt wurden. Geschädigte sollten rasch Strafanzeige erstatten und prüfen, ob Rückbuchungen oder Kontosperrungen noch möglich sind.”

Warnsignale

Was Betroffene tun sollten

Quelle: krone.at | Case-ID: 37