Eine 30-jährige Frau aus Villach stieß Anfang Juni auf eine Online-Handelsplattform für Kryptowährungen. Ein erster kleiner Betrag schien Erträge zu erwirtschaften – auch der Freund der Betroffenen übertrug einen niedrigen fünfstelligen Betrag auf ihr Konto. Als die Frau eine Übertragung der Mittel veranlassen wollte, wurde das Wallet plötzlich als „eingefroren” angezeigt. Unter verschiedenen Vorwänden wurden Gebühren in mehreren Tranchen gefordert. Nach Begleichung der Beträge blieb das Konto gesperrt. Die Betroffene erstattete Anzeige. Der Fall zeigt die typische Struktur des „Account Freeze”-Betrugsmusters, bei dem technische Scheinprobleme zur Gebührenerpressung eingesetzt werden.
🔍 Modus Operandi
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- : 1. Anfang Juni: Frau findet Krypto-Handelsplattform, erstes Investment scheint erfolgreich. 2. Freund überträgt eigene Mittel (niedriger fünfstelliger Betrag) auf ihr Wallet. 3. Weiterer scheinbarer Gewinn – Vertrauen steigt. 4. Auszahlungsversuch: Wallet plötzlich „eingefroren”. 5. Mehrfache Gebührenforderungen unter verschiedenen Vorwänden. 6. Trotz Zahlungen bleibt Konto gesperrt. Schaden: niedriger fünfstelliger Bereich.
Dr. Stephan Mauracher von crypto-schaden.at meint dazu: Das Account Freeze-Muster ist ein klassischer Advance-Fee-Betrug mit technischem Anstrich. Echte dezentralisierte Wallets können nicht von Dritten eingefroren werden – nur zentrale Börsen haben diese Funktion, und sie verlangen keine separaten Freischaltgebühren. Betroffene sollten umgehend alle Wallet-Adressen raussuchen und blockchain-forensische Verfolgung aufnehmen, um zu prüfen, ob die Gelder überhaupt auf On-Chain-Adressen transferiert wurden oder nur in einer Datenbank der Plattform existieren. Die Gebührenforderungen sind reine Psychologie – jede Zahlung fließt direkt zu den Tätern, ohne das Konto je freizuschalten. Screenshots der Plattform, Transaktions-Hashes und Kommunikationsverläufe sind zentral für Ermittlungen.
Experte Dr. Paul Rizzi
Nach der geschilderten Sachlage kommt ein Betrugsdelikt in Betracht, da durch Vortäuschung einer funktionierenden Handelsplattform und Anfüttern-Technik zunächst Vertrauen aufgebaut wurde. Die gefälschte Wallet-Einfrierung und nachgelagerten Gebührenforderungen sind klassische Betrugsmerkmale. Geschädigte sollten unverzüglich Strafanzeige erstatten und alle Transaktionsdaten sowie Screenshots der Plattform sichern.
Nach der geschilderten Sachlage kommt ein Betrugsdelikt in Betracht, da durch Vortäuschung einer funktionierenden Handelsplattform und Anfüttern-Technik zunächst Vertrauen aufgebaut wurde. Die gefälschte Wallet-Einfrierung und nachgelagerten Gebührenforderungen sind klassische Betrugsmerkmale. Geschädigte sollten unverzüglich Strafanzeige erstatten und alle Transaktionsdaten sowie Screenshots der Plattform sichern.
Quelle: https://www.krone.at/3866995











