Likes für Geld: Salzburger (31) verliert fünfstelligen Betrag in drei Tagen

Es klang nach dem perfekten Nebenjob: Videos mit "Gefällt mir" markieren und dafür gut bezahlt werden. Ein 31-jähriger Salzburger biss an – und verlor innerhalb von nur drei Tagen einen unteren fünfstelligen Betrag. Die Masche ist simpel: Erst muss man Geld einzahlen, dann soll man Provision erhalten. Die Täter machen die Auszahlung immer von einer weiteren Einzahlung abhängig, bis das Opfer nichts mehr hat. Diese Betrugsform richtet sich bewusst auch an jüngere Menschen, die online nach Zusatzverdienst suchen. Die Polizei Salzburg warnt: Jeder Online-Job, bei dem Sie erst Geld zahlen müssen, ist Betrug. Punkt.

Modus Operandi

Dr. Stephan Mauracher von crypto-schaden.at meint dazu:

„Task-Scam" (auch bekannt alsLike-Farming-Betrug) – eine relativ neue Masche, die durch Gamification (Aufgaben-Struktur) und scheinbare Seriosität jüngere Zielgruppen anspricht. Die Plattform ist eine vollständige Fake-Infrastruktur, wahrscheinlich mit Login, Dashboard und simulierten "Provisionsanzeigen", um Legitimität vorzutäuschen. Die Geschwindigkeit (unterer fünfstelliger Betrag in 3 Tagen) zeigt aggressive Eskalation: Opfer werden nach kleinen Einzahlungen zu immer größeren "Freischaltungen" gedrängt. Technisch: Plattform vermutlich auf kurzlebiger Domain gehostet, Zahlungen auf Money-Mule-Konten oder direkt in Krypto. Warnsignal: JEDER Online-Job, bei dem man zuerst zahlen muss, ist Betrug. Sofortmaßnahmen: Plattform-URL sichern (Wayback Machine), Screenshots, Chatverläufe dokumentieren, Kontodaten aller Empfänger an Behörden.”

Dr. Paul Rizzi von crypto-schaden.at meint dazu:

„Nach der geschilderten Sachlage spricht vieles für ein Betrugsdelikt, da durch Vortäuschung eines Nebenjobs und Gamification-Mechanismen Vorauszahlungen erwirkt wurden. Die Aufgaben-Struktur dient ausschließlich der Verschleierung des Betrugs. Geschädigte sollten unverzüglich Strafanzeige erstatten und alle Chatverläufe sichern.”

Warnsignale

Was Betroffene tun sollten

Quelle: salzburg24.at | Case-ID: 62