Fast 100.000 Euro weg: Salzburger (62) bei Anlagebetrug eiskalt abgezockt

Es begann mit einer Werbung – und endete mit fast 100.000 Euro Verlust. Ein 62-jähriger Salzburger stieß auf einer bekannten Videoplattform auf ein verlockend wirkendes Anlage-Angebot mit hohen Gewinnversprechen. Ein Klick auf den Link sollte sein Leben verändern. Was folgte, war ein monatelanger Betrug mit System: Die Täter riefen regelmäßig an, bauten Vertrauen auf und drängten ihn immer wieder zu neuen Überweisungen – stets unter dem Vorwand, weiteres Kapital sei nötig, damit die Gewinne endlich fließen könnten. Als der Salzburger schließlich einen Teil seiner vermeintlichen Erträge auszahlen lassen wollte, flog der Schwindel auf: Das Geld war weg, die Täter verschwunden. Der Schaden beläuft sich auf exakt 99.600 Euro, bestätigte die Polizei gegenüber SALZBURG24. Er erstattete Anzeige. Dieser Fall zeigt, wie raffiniert moderne Anlagebetrüger vorgehen – und wie schnell auch erfahrene, vernünftige Menschen in diese Fallen tappen können. Das hätte vielen von uns passieren können.

Modus Operandi

Dr. Stephan Mauracher von crypto-schaden.at meint dazu:

„Dieser Fall zeigt einen klassischen Funnel-Betrug: Videoplattform-Ads als Leadquelle, telefonische Vertrauensbildung über Monate, kein Krypto-Layer (reine Fiat-Überweisungen). Technisch simple, aber psychologisch hochprofessionell: Die Täter nutzen monatelange Beziehungsarbeit statt technischer Raffinesse. Handlungsempfehlung: Kontoauszüge aller Überweisungen sichern, Empfängerbanken identifizieren (vermutlich Mule-Accounts), Videoplattform-Werbung dokumentieren (Screenshots, URL), polizeiliche Anzeige ergänzen um ISP-Daten der ersten Landing-Page. Blockchain-forensische Analyse entfällt hier, da keine Krypto-Transaktionen involviert waren.”

Dr. Paul Rizzi von crypto-schaden.at meint dazu:

„Nach der geschilderten Sachlage spricht vieles für ein Betrugsdelikt, da durch Vortäuschung einer professionellen Anlageplattform und monatelange telefonische Betreuung Vermögensschäden herbeigeführt wurden. Die Werbung auf bekannten Videoplattformen suggeriert Seriosität. Geschädigte sollten unverzüglich Strafanzeige erstatten und alle Zahlungsbelege sichern.”

Warnsignale

Was Betroffene tun sollten

Quelle: salzburg24.at | Case-ID: 63