Achtung, Verkäufer: falsche PayPal-Mail kostet Tirolerin hunderte Euro

Eine 60-jährige Frau aus dem Bezirk Kitzbühel wollte online etwas verkaufen und wurde dabei um mehrere hundert Euro betrogen. Die Käufer boten an, via PayPal zu bezahlen und nutzten das Vertrauen in den bekannten Dienst für ihre Masche. Die Frau erhielt eine professionell gefälschte E-Mail, die angeblich von PayPal stammte. Darin wurde sie aufgefordert, für den “Käuferschutz” eine Versicherungsgebühr mittels Wertkarten-Codes im Voraus zu bezahlen. Nachdem sie die Codes übermittelt hatte, war der Kontakt weg – und das Geld auch. Die Polizei warnt: PayPal verlangt niemals Gebühren in Form von externen Wertkarten. Brechen Sie bei solchen Forderungen sofort den Kontakt ab.

Modus Operandi

Dr. Stephan Mauracher von crypto-schaden.at meint dazu:
„Der PayPal-Voucher-Scam nutzt eine raffinierte Dreifach-Täuschung: gefälschte PayPal-E-Mails (Phishing), nicht existente “Versicherungsgebühren” und Wertkarten als anonymes Zahlungsmittel. Die Täter wissen genau, dass Verkäufer PayPal vertrauen und unter Verkaufsdruck schnell handeln. Die PCS-Karten (Paysafecard oder ähnliche) sind das perfekte Werkzeug: sofort einlösbar, nicht rückverfolgbar, keine Identitätsprüfung. Die echte PayPal-Transaktion wurde NIE initiiert – das Opfer hat nur die Phishing-Mail gesehen. Technischer Marker: PayPal kommuniziert niemals außerhalb ihrer Plattform Zahlungsdetails, die Vorauszahlung via Drittanbieter erfordern. Sofortcheck: In den echten PayPal-Account einloggen (nicht über E-Mail-Links!) und Transaktionshistorie prüfen – steht dort nichts, ist es Betrug. Wertkarten-Codes niemals an Unbekannte weitergeben.”
Dr. Paul Rizzi von crypto-schaden.at meint dazu:

„Nach der geschilderten Sachlage spricht vieles für ein Betrugsdelikt, da durch Vortäuschung einer PayPal-Zahlung und gefälschter E-Mails die Übermittlung von Wertkarten-Codes erwirkt wurde. PayPal verlangt niemals Gebührenzahlungen via externe Wertkarten. Geschädigte sollten unverzüglich Strafanzeige erstatten und die E-Mail-Header dokumentieren.”

Warnsignale

Was Betroffene tun sollten

Quelle: meinbezirk.at | Case-ID: 41