Modus Operandi
- Täter versprechen hohe Provisionen für das "Liken" von Videos auf einer Internetplattform
- Zur Teilnahme muss der 31-Jährige Geldbeträge auf diverse Konten überweisen
- Er überweist innerhalb von 3 Tagen einen unteren fünfstelligen Betrag an verschiedene Konten
- Kein Geld kommt zurück
„Task-Scam" (auch bekannt alsLike-Farming-Betrug) – eine relativ neue Masche, die durch Gamification (Aufgaben-Struktur) und scheinbare Seriosität jüngere Zielgruppen anspricht. Die Plattform ist eine vollständige Fake-Infrastruktur, wahrscheinlich mit Login, Dashboard und simulierten "Provisionsanzeigen", um Legitimität vorzutäuschen. Die Geschwindigkeit (unterer fünfstelliger Betrag in 3 Tagen) zeigt aggressive Eskalation: Opfer werden nach kleinen Einzahlungen zu immer größeren "Freischaltungen" gedrängt. Technisch: Plattform vermutlich auf kurzlebiger Domain gehostet, Zahlungen auf Money-Mule-Konten oder direkt in Krypto. Warnsignal: JEDER Online-Job, bei dem man zuerst zahlen muss, ist Betrug. Sofortmaßnahmen: Plattform-URL sichern (Wayback Machine), Screenshots, Chatverläufe dokumentieren, Kontodaten aller Empfänger an Behörden.”
„Nach der geschilderten Sachlage spricht vieles für ein Betrugsdelikt, da durch Vortäuschung eines Nebenjobs und Gamification-Mechanismen Vorauszahlungen erwirkt wurden. Die Aufgaben-Struktur dient ausschließlich der Verschleierung des Betrugs. Geschädigte sollten unverzüglich Strafanzeige erstatten und alle Chatverläufe sichern.”
Warnsignale
- Ein Online-Job verspricht schnelles Geld für minimale Klick- oder Like-Aufgaben.
- Vor der ersten Auszahlung sollen eigene Einzahlungen geleistet werden.
- Zahlungen gehen an verschiedene Konten statt an ein nachvollziehbares Unternehmen.
- Provisionen werden immer erst nach der nächsten Überweisung versprochen.
Was Betroffene tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten und den Chat abbrechen.
- Alle Plattformdaten, Kontonummern, Chats und Screenshots sichern.
- Bank oder Zahlungsdienstleister umgehend über die Überweisungen informieren.
- Anzeige erstatten und das angebliche Unternehmen unabhängig überprüfen lassen.
Quelle: salzburg24.at | Case-ID: 62











