Achtung, neue Masche: Betrüger wollen mit Anydesk ihren Computer fernsteuern!

Eine 40-jährige Wienerin wäre beinahe auf einen neuen Trick hereingefallen. Eine Computerstimme informierte sie über eine angebliche Paypal-Abbuchung für Kryptowährungen. Ein angeblicher Helfer im Call-Center wollte sie dann überreden, die Fernwartungssoftware “Anydesk” zu installieren, um das Geld zurückzuholen. In Wahrheit hätten die Täter so die Kontrolle über ihren PC erlangt und hohen finanziellen Schaden anrichten können. Die Frau durchschaute die Masche rechtzeitig und alarmierte die Polizei. Dieser Fall zeigt, wie schnell man ins Visier von Kriminellen geraten kann, selbst wenn man glaubt, vorsichtig zu sein.

Modus Operandi

Dr. Stephan Mauracher von crypto-schaden.at meint dazu:
Remote-Access-Trojaner via AnyDesk – die Täter hätten mit Fernzugriff nicht nur PayPal-Credentials gestohlen, sondern auch Banking-Apps, Krypto-Wallets und 2FA-Codes abgegriffen. SOFORTMASSNAHMEN: Opfer muss AnyDesk DEINSTALLIEREN, alle Passwörter über ein SAUBERES Gerät ändern (nicht vom infizierten PC!), 2FA auf alle Accounts aktivieren und bei PayPal/Bank Fraud-Meldung machen. Der PC sollte forensisch gesichert werden (keine weiteren Logins!) und idealerweise neu aufgesetzt werden – oft installieren die Täter Keylogger oder Backdoors. Anzeige bei der Cybercrime-Unit mit allen Call-Details (Anrufer-ID, Zeitstempel) und Screenshots der AnyDesk-Aufforderung. Die deutsche Rufnummer sollte an die Bundesnetzagentur gemeldet werden (oft Spoofing).”
Dr. Paul Rizzi von crypto-schaden.at meint dazu:

„Nach der geschilderten Sachlage spricht vieles für ein Betrugsdelikt, da durch Vortäuschen einer PayPal-Abbuchung und einer angeblichen Hilfe die Installation von Fernzugriffssoftware erwirkt werden sollte. Die Geschädigte erkannte die Masche rechtzeitig und verhinderte den Vermögensschaden. Auch versuchte Betrugsstraftaten sind strafbar und sollten zur Anzeige gebracht werden.”

Warnsignale

Was Betroffene tun sollten

Quelle: heute.at | Case-ID: 1