Modus Operandi
- Erstkontakt via Videoplattform-Werbung mit Gewinnversprechen
- Klick auf Link
- Telefonischer Kontakt durch Täter
- Monate lang "Betreuung" und Drängen zu weiteren Einzahlungen für vermeintliche "Kapitalaufstockungen"
- Versuch der Auszahlung deckt Betrug auf
- Anzeige bei der Polizei
„Dieser Fall zeigt einen klassischen Funnel-Betrug: Videoplattform-Ads als Leadquelle, telefonische Vertrauensbildung über Monate, kein Krypto-Layer (reine Fiat-Überweisungen). Technisch simple, aber psychologisch hochprofessionell: Die Täter nutzen monatelange Beziehungsarbeit statt technischer Raffinesse. Handlungsempfehlung: Kontoauszüge aller Überweisungen sichern, Empfängerbanken identifizieren (vermutlich Mule-Accounts), Videoplattform-Werbung dokumentieren (Screenshots, URL), polizeiliche Anzeige ergänzen um ISP-Daten der ersten Landing-Page. Blockchain-forensische Analyse entfällt hier, da keine Krypto-Transaktionen involviert waren.”
„Nach der geschilderten Sachlage spricht vieles für ein Betrugsdelikt, da durch Vortäuschung einer professionellen Anlageplattform und monatelange telefonische Betreuung Vermögensschäden herbeigeführt wurden. Die Werbung auf bekannten Videoplattformen suggeriert Seriosität. Geschädigte sollten unverzüglich Strafanzeige erstatten und alle Zahlungsbelege sichern.”
Warnsignale
- Werbung auf Videoplattformen verspricht hohe Gewinne bei scheinbar seriöser Geldanlage.
- Nach dem Erstkontakt folgen über Monate regelmäßige Anrufe und neue Zahlungsforderungen.
- Auszahlungen werden an weitere Kapitalaufstockungen geknüpft.
- Die Plattform wirkt professionell, liefert aber keine echte Auszahlung.
Was Betroffene tun sollten
- Keine weiteren Einzahlungen vornehmen und den Kontakt sofort abbrechen.
- Sämtliche Überweisungen, Werbeanzeigen, Links und Gesprächsnotizen sichern.
- Banken und Zahlungsdienstleister informieren und verdächtige Empfängerkonten melden.
- Rasch Strafanzeige erstatten und die Anlageplattform technisch überprüfen lassen.
Quelle: salzburg24.at | Case-ID: 63











