Modus Operandi
- Kontakt über Messenger als vermeintliche Arbeitskollegin
- Aufbau von Vertrauen
- Versprechen eines Gewinns, Link zur Bestätigung geschickt
- Opfer öffnet Link
- Zugang zum Online-Banking kompromittiert oder direkte App-Manipulation
- Zwei Überweisungen werden durch Opfer unwissentlich in der Banking-App bestätigt
- Mehrere tausend Euro abgebucht
„Social-Engineering über Messenger mit Account-Takeover der “Kollegin” ist ein klassisches Credential-Phishing-Szenario – der Link führte vermutlich zu einer gefälschten Banking-Login-Seite oder installierte eine Man-in-the-Middle-Malware für Session-Hijacking. Die zwei bestätigten Überweisungen deuten auf Push-TAN-Abfang oder ein manipuliertes App-Overlay hin. Forensisch entscheidend: Der Ursprungs-Account der Kollegin (wurde dieser gehackt oder war es ein Lookalike?), der Phishing-Link (Domain-Historie, Hosting-Provider), und die Empfängerkonten (Banking-Forensik über BIC/IBAN-Trace). Sofortmaßnahme: Banking-App deinstallieren, Gerät auf Malware scannen (professioneller IT-Service), alle Accounts mit neuen Passwörtern von einem sauberen Gerät sichern, Arbeitgeberin informieren (Kollegin könnte ebenfalls kompromittiert sein).“
„Nach der geschilderten Sachlage spricht vieles für einen vollendeten Betrugsverdacht, da durch Vortäuschung einer bekannten Identität und eines vermeintlichen Gewinns konkrete Überweisungen ausgelöst und mehrere tausend Euro vom Konto der Geschädigten abgebucht wurden. Betroffene sollten umgehend Anzeige erstatten, die Bank informieren und sämtliche Kommunikations- und Transaktionsdaten sichern.“
Warnsignale
- Unerwartete Gewinnversprechen per Messenger von scheinbar bekannten Kontakten.
- Nachrichten mit Druck zur sofortigen Bestätigung eines Links.
- Banking-bezogene Schritte werden plötzlich über fremde Links oder Umwege ausgelöst.
- Der angebliche Kontakt drängt auf rasche Reaktion statt auf telefonische Rückfrage.
- Unklare oder verdächtige Domain des verschickten Links.
Was Betroffene tun sollten
- Bank sofort kontaktieren und weitere Überweisungen, Karten und Zugänge sperren lassen.
- Banking-App nur nach technischer Prüfung weiterverwenden, notfalls neu aufsetzen.
- Alle Passwörter von einem sauberen Gerät ändern und weitere Konten absichern.
- Den vermeintlichen Absender über einen anderen Kanal verständigen und den Vorfall melden.
- Chatverläufe, Links, Screenshots und Buchungsdaten sichern und Anzeige erstatten.
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Quelle: kurier.at | Case-ID: 50











