Modus Operandi
„** Klassischer Advance-Fee-Scam (auch bekannt als Vorauszahlungsbetrug): Opfer zahlt wiederholt Gebühren für eine versprochene Auszahlung, die nie kommt. Die technische Infrastruktur besteht aus einer gefälschten Bank-Webseite (wahrscheinlich Domain-Spoofing einer echten Institution) und ausländischem Konto zur Verschleierung. Telefonischer Kontakt durch ‘Berater’ baut Vertrauen auf. Handlungsempfehlung: Domain sofort via FMA-Warnliste abgleichen, alle Transaktionsdaten (IBAN, BIC, Referenznummern) sichern. Bei ausländischen Konten: Meldung an IBAN-Hausbank (via SWIFT-System) kann Einfrieren erwirken. Wichtig: Keine weiteren Zahlungen leisten, auch nicht auf Androhung von ‘Strafzahlungen’ oder ‘Gebühren’.”
„Nach der geschilderten Sachlage kommt ein Betrugsdelikt in Betracht. Das Vortäuschen einer seriösen Anlagemöglichkeit und die Forderung von Vorabzahlungen zur Freischaltung angeblicher Gewinne erfüllen typischerweise die Merkmale der Täuschung. Die Auslandskomponente erschwert die Rechtsdurchsetzung. Betroffene sollten rasch Strafanzeige erstatten, sämtliche Kommunikationsdaten sichern und die FMA konsultieren, um die Plattform rechtlich zu prüfen.”
Warnsignale
- Eine unbekannte Online-Bank oder Plattform verspricht ungewöhnlich hohe Zinserträge.
- Zunächst werden kleinere, später höhere Einzahlungen verlangt.
- Vor einer Auszahlung sollen zusätzliche Gebühren oder Freischaltzahlungen geleistet werden.
- Die Kommunikation läuft über freundliche Berater, bleibt aber inhaltlich nicht überprüfbar.
Was Betroffene tun sollten
- Keine weiteren Gebühren oder Vorabzahlungen leisten, wenn eine Auszahlung davon abhängig gemacht wird.
- Alle Überweisungen, Kontodaten, E-Mails und Anrufdaten sichern.
- Bank und gegebenenfalls Aufsichtsstellen über die Plattform informieren.
- Rasch Strafanzeige erstatten und die Plattform technisch wie rechtlich prüfen lassen.
Quelle: kaernten.orf.at | Case-ID: 77











