90.000 Euro weg! Wiener (31) bei Krypto-Betrug mit Bildschirm-Trick getäuscht

Ein 31-jähriger Wiener verlor 90.000 Euro an Krypto-Betrüger, die ihm das große Geld versprachen. Ein vermeintlicher Investor fädelte den Kontakt zu einem angeblichen Geschäftspartner ein. Dieser überredete das Opfer, ihm per Bildschirmfreigabe Einblick in seine digitalen Geldbörsen zu gewähren. Kaum hatten die Täter den Einblick, stahlen sie Kryptowährungen im hohen fünfstelligen Bereich und tauchten unter. Die Polizei fahndet nun nach den Tätern und warnt eindringlich davor, fremden Personen Zugriff auf den eigenen Computer oder auf Krypto-Konten zu gewähren.

Modus Operandi

Dr. Stephan Mauracher von crypto-schaden.at meint dazu:
Bildschirmfreigabe ist der digitale Generalschlüssel – die Täter sahen vermutlich Seed-Phrases, Private Keys oder Session-Cookies und konnten so die Wallets vollständig übernehmen. Diese Masche ist besonders gefährlich, weil sie ohne Malware auskommt: Das Opfer gibt den Zugriff freiwillig. Die Weiterleitung an einen „Geschäftspartner” ist ein klassischer Trust-Building-Mechanismus (gestaffelte Autorität). Sofortmaßnahme: Alle Passwörter ändern, Wallets mit verbleibenden Assets sofort auf neue Adressen transferieren, Seed-Phrases neu generieren und bei der Cybercrime-Einheit melden. Fundamentalregel: Kein seriöser Investor oder Broker braucht jemals Einblick in Ihre Wallets – wer danach fragt, ist zu 100% ein Betrüger.”
Dr. Paul Rizzi von crypto-schaden.at meint dazu:

„Nach der geschilderten Sachlage kommt ein schwerwiegender Betrugsverdacht in Betracht, da durch Vortäuschung eines lukrativen Geschäfts die Preisgabe von Wallet-Zugängen via Bildschirmfreigabe erwirkt wurde. Der Schaden von 90.000 Euro liegt deutlich über einer relevanten Wertgrenze. Geschädigte sollten rasch Strafanzeige erstatten und alle Transaktionsdaten dokumentieren.”

Warnsignale

Was Betroffene tun sollten

Quelle: wien.orf.at | Case-ID: 8