Pensionist (70) verliert Hunderttausende Euro nach Klick auf Online-Werbung

Ein Klick auf eine Werbeanzeige wurde einem 70-jährigen Pensionisten aus dem Bezirk Neusiedl am See zum Verhängnis. Er verlor eine sechsstellige Summe an Anlagebetrüger. Nachdem er auf die Anzeige geklickt hatte, meldete sich ein angeblich professioneller Finanzberater per WhatsApp und lotste ihn auf eine betrügerische Website. Dort wurden ihm im Kundenkonto hohe Gewinne vorgegaukelt. Um an das Geld zu kommen, sollte er eine letzte Überweisung tätigen – danach war der Kontakt weg und das gesamte investierte Geld verloren. Ein tragischer Fall, der zeigt, wie gefährlich verlockende Werbeversprechen im Internet sein können.

🔍 Modus Operandi
  • : Opfer reagiert auf Werbeanzeige einer Online-Finanzfirma
  • Unbekannter “Berater” meldet sich via WhatsApp
  • Überredet das Opfer zur Registrierung auf einer Website
  • Opfer tätigt mehrere Überweisungen
  • Im Online-Konto werden scheinbar hohe Gewinne angezeigt
  • Für die Auszahlung dieser Gewinne wird eine weitere, letzte Überweisung gefordert
  • Nach dieser Überweisung wird klar, dass alles Betrug war.
  • 📰 REDAKTIONELLER ENTWURF
  • Headline: Pensionist (70) verliert Hunderttausende Euro nach Klick auf Online-Werbung
  • Zusammenfassung: Ein Klick auf eine Werbeanzeige wurde einem 70-jährigen Pensionisten aus dem Bezirk Neusiedl am See zum Verhängnis. Er verlor eine sechsstellige Summe an Anlagebetrüger. Nachdem er auf die Anzeige geklickt hatte, meldete sich ein angeblich professioneller Finanzberater per WhatsApp und lotste ihn auf eine betrügerische Website. Dort wurden ihm im Kundenkonto hohe Gewinne vorgegaukelt. Um an das Geld zu kommen, sollte er eine letzte Überweisung tätigen – danach war der Kontakt weg und das gesamte investierte Geld verloren. Ein tragischer Fall, der zeigt, wie gefährlich verlockende Werbeversprechen im Internet sein können.
  • Quelle: 5min.at; 16.02.2026; https://www.5min.at/oesterreich/5202602161014/anlagebetrug-pensionist-verliert-hunderttausende-euro/

Dr. Stephan Mauracher von crypto-schaden.at meint dazu: Lehrbuch-Beispiel für Social Engineering über WhatsApp – die Täter nutzten eine gefälschte Website mit manipuliertem JavaScript, das fiktive Kontostände anzeigte, während jede Überweisung direkt zu ihnen floss. Der “finale Auszahlungsgebühr”-Trick ist klassischer Advance-Fee-Fraud. Opfer muss SOFORT alle Transaktionen bei der Bank melden (Fraud-Abteilung), Screenshot-Beweise der Website sichern (URL, WHOIS-Daten), und bei der Cyber-Crime-Unit Anzeige erstatten. Falls SEPA-Überweisungen involviert waren: Innerhalb von 8 Wochen Rückbuchung beantragen. Die WhatsApp-Nummer sollte an die Plattform gemeldet werden (meist VOIP-Wegwerfnummer), und die FMA kann prüfen, ob die angebliche Firma reguliert ist – zu 99% nicht.

Dr. Paul Rizzi von crypto-schaden.at meint dazu: „Nach der geschilderten Sachlage kommt schwerer Betrug nach § 147 StGB in Betracht, da durch Vortäuschung einer seriösen Online-Finanzfirma und gefälschter Kontostände ein sechsstelliger Vermögensschaden herbeigeführt wurde. Die Forderung weiterer Zahlungen zur Auszahlung ist typisch für diese Betrugsform. Geschädigte sollten unverzüglich Strafanzeige erstatten.“

⚠️ Warnsignale
  • Unaufgeforderte Kontaktaufnahme via Messenger oder Telefon
  • Versprechen extrem hoher Renditen ohne Risiko
  • Druck zur schnellen Entscheidung oder Installation von Software
✅ Was Betroffene tun sollten
  • Kontakt sofort abbrechen und keine weiteren Zahlungen leisten
  • Beweise sichern (Screenshots, Wallet-IDs, Chatverläufe)
  • Anzeige bei der Polizei erstatten und Bank informieren

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Quelle: www.5min.at  |  Case-ID: 16