Ein 31-jähriger Wiener verlor 90.000 Euro an Krypto-Betrüger, die ihm das große Geld versprachen. Ein vermeintlicher Investor fädelte den Kontakt zu einem angeblichen Geschäftspartner ein. Dieser überredete das Opfer, ihm per Bildschirmfreigabe Einblick in seine digitalen Geldbörsen zu gewähren. Kaum hatten die Täter den Einblick, stahlen sie Kryptowährungen im hohen fünfstelligen Bereich und tauchten unter. Die Polizei fahndet nun nach den Tätern und warnt eindringlich davor, fremden Personen Zugriff auf den eigenen Computer oder auf Krypto-Konten zu gewähren.
🔍 Modus Operandi▼
- : Erstkontakt durch einen angeblichen Investor, der ein lukratives Geschäft verspricht
- Weiterleitung an einen “Geschäftspartner”
- Opfer wird dazu verleitet, den Tätern via Bildschirmfreigabe Einblick in seine Kryptokonten zu gewähren
- Täter erlangen so Zugriff und stehlen Kryptowährungen im Wert von 90.000 Euro
- Kontakt wird abgebrochen.
- 📰 REDAKTIONELLER ENTWURF
- Headline: 90.000 Euro weg! Wiener (31) bei Krypto-Betrug mit Bildschirm-Trick getäuscht
- Zusammenfassung: Ein 31-jähriger Wiener verlor 90.000 Euro an Krypto-Betrüger, die ihm das große Geld versprachen. Ein vermeintlicher Investor fädelte den Kontakt zu einem angeblichen Geschäftspartner ein. Dieser überredete das Opfer, ihm per Bildschirmfreigabe Einblick in seine digitalen Geldbörsen zu gewähren. Kaum hatten die Täter den Einblick, stahlen sie Kryptowährungen im hohen fünfstelligen Bereich und tauchten unter. Die Polizei fahndet nun nach den Tätern und warnt eindringlich davor, fremden Personen Zugriff auf den eigenen Computer oder auf Krypto-Konten zu gewähren.
- Quelle: wien.orf.at; 11.01.2026; https://wien.orf.at/stories/3337351/
Dr. Stephan Mauracher von crypto-schaden.at meint dazu: Bildschirmfreigabe ist der digitale Generalschlüssel – die Täter sahen vermutlich Seed-Phrases, Private Keys oder Session-Cookies und konnten so die Wallets vollständig übernehmen. Diese Masche ist besonders gefährlich, weil sie ohne Malware auskommt: Das Opfer gibt den Zugriff freiwillig. Die Weiterleitung an einen „Geschäftspartner” ist ein klassischer Trust-Building-Mechanismus (gestaffelte Autorität). Sofortmaßnahme: Alle Passwörter ändern, Wallets mit verbleibenden Assets sofort auf neue Adressen transferieren, Seed-Phrases neu generieren und bei der Cybercrime-Einheit melden. Fundamentalregel: Kein seriöser Investor oder Broker braucht jemals Einblick in Ihre Wallets – wer danach fragt, ist zu 100% ein Betrüger.
Dr. Paul Rizzi von crypto-schaden.at meint dazu: „Nach der geschilderten Sachlage kommt schwerer Betrug nach § 147 StGB in Betracht, da durch Vortäuschung eines lukrativen Geschäfts die Preisgabe von Wallet-Zugängen via Bildschirmfreigabe erwirkt wurde. Der Schaden von 90.000 Euro liegt deutlich über der Wertgrenze. Geschädigte sollten rasch Strafanzeige erstatten und alle Transaktionsdaten dokumentieren.“
⚠️ Warnsignale▼
- Unaufgeforderte Kontaktaufnahme via Messenger oder Telefon
- Versprechen extrem hoher Renditen ohne Risiko
- Druck zur schnellen Entscheidung oder Installation von Software
✅ Was Betroffene tun sollten▼
- Kontakt sofort abbrechen und keine weiteren Zahlungen leisten
- Beweise sichern (Screenshots, Wallet-IDs, Chatverläufe)
- Anzeige bei der Polizei erstatten und Bank informieren
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Quelle: wien.orf.at | Case-ID: 8
