Eine 60-jährige Frau aus dem Bezirk Kitzbühel wollte online etwas verkaufen und wurde dabei um mehrere hundert Euro betrogen. Die Käufer boten an, via PayPal zu bezahlen und nutzten das Vertrauen in den bekannten Dienst für ihre Masche. Die Frau erhielt eine professionell gefälschte E-Mail, die angeblich von PayPal stammte. Darin wurde sie aufgefordert, für den “Käuferschutz” eine Versicherungsgebühr mittels Wertkarten-Codes im Voraus zu bezahlen. Nachdem sie die Codes übermittelt hatte, war der Kontakt weg – und das Geld auch. Die Polizei warnt: PayPal verlangt niemals Gebühren in Form von externen Wertkarten. Brechen Sie bei solchen Forderungen sofort den Kontakt ab.
🔍 Modus Operandi▼
- : 1. Opfer inseriert Ware online. 2. Täter meldet sich und schlägt PayPal-Zahlung vor. 3. Opfer erhält gefälschte E-Mail, die eine Zahlung bestätigt, aber eine “Versicherungsgebühr” fordert, die via Wertkarten zu begleichen ist. 4. Opfer kauft die Wertkarten und gibt die Codes durch. 5. Täter bricht Kontakt ab, Geld ist verloren, die echte Zahlung kommt nie an.
- 📰 REDAKTIONELLER ENTWURF
- Headline: Achtung, Verkäufer: Falsche PayPal-Mail kostet Tirolerin hunderte Euro
- Zusammenfassung: Eine 60-jährige Frau aus dem Bezirk Kitzbühel wollte online etwas verkaufen und wurde dabei um mehrere hundert Euro betrogen. Die Käufer boten an, via PayPal zu bezahlen und nutzten das Vertrauen in den bekannten Dienst für ihre Masche. Die Frau erhielt eine professionell gefälschte E-Mail, die angeblich von PayPal stammte. Darin wurde sie aufgefordert, für den “Käuferschutz” eine Versicherungsgebühr mittels Wertkarten-Codes im Voraus zu bezahlen. Nachdem sie die Codes übermittelt hatte, war der Kontakt weg – und das Geld auch. Die Polizei warnt: PayPal verlangt niemals Gebühren in Form von externen Wertkarten. Brechen Sie bei solchen Forderungen sofort den Kontakt ab.
- Quelle: MeinBezirk.at; 28.02.2026 https://www.meinbezirk.at/kitzbuehel/c-lokales/internet-betrueger-schlagen-neuerlich-in-tirol-zu_a8500175
Dr. Stephan Mauracher von crypto-schaden.at meint dazu: Der PayPal-Voucher-Scam nutzt eine raffinierte Dreifach-Täuschung: gefälschte PayPal-E-Mails (Phishing), nicht existente “Versicherungsgebühren” und Wertkarten als anonymes Zahlungsmittel. Die Täter wissen genau, dass Verkäufer PayPal vertrauen und unter Verkaufsdruck schnell handeln. Die PCS-Karten (Paysafecard oder ähnliche) sind das perfekte Werkzeug: sofort einlösbar, nicht rückverfolgbar, keine Identitätsprüfung. Die echte PayPal-Transaktion wurde NIE initiiert – das Opfer hat nur die Phishing-Mail gesehen. Technischer Marker: PayPal kommuniziert niemals außerhalb ihrer Plattform Zahlungsdetails, die Vorauszahlung via Drittanbieter erfordern. Sofortcheck: In den echten PayPal-Account einloggen (nicht über E-Mail-Links!) und Transaktionshistorie prüfen – steht dort nichts, ist es Betrug. Wertkarten-Codes niemals an Unbekannte weitergeben.
Dr. Paul Rizzi von crypto-schaden.at meint dazu: „Nach der geschilderten Sachlage spricht vieles für Betrug nach § 146 StGB, da durch Vortäuschung einer PayPal-Zahlung und gefälschter E-Mails die Übermittlung von Wertkarten-Codes erwirkt wurde. PayPal verlangt niemals Gebührenzahlungen via externe Wertkarten. Geschädigte sollten unverzüglich Strafanzeige erstatten und die E-Mail-Header dokumentieren.“
⚠️ Warnsignale▼
- Unaufgeforderte Kontaktaufnahme via Messenger oder Telefon
- Versprechen extrem hoher Renditen ohne Risiko
- Druck zur schnellen Entscheidung oder Installation von Software
✅ Was Betroffene tun sollten▼
- Kontakt sofort abbrechen und keine weiteren Zahlungen leisten
- Beweise sichern (Screenshots, Wallet-IDs, Chatverläufe)
- Anzeige bei der Polizei erstatten und Bank informieren
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Quelle: www.meinbezirk.at | Case-ID: 41
